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Alba

Depeschen aus Alba (2410 - 2428 nL)

2428 nL

Anfang des Jahres taucht in Dundevenel der Steuermann Daegal MacAelfin auf. Er konnte sich bei dem Schiffsuntergang an einem leeren Fass festklammern, wurde halbtot ans Ufer gespült und von Melgaren gefunden und gesundgepflegt. Zurück in Corrinis legt er Zeugnis ab, dass der Baron und sein Sohn ums Leben gekommen sind. Zwei Monate später werden die beiden offiziell für tot erklärt, da nun keine Hoffnung mehr besteht, dass sie sich durch ein Wunder doch retten konnten. Die Mächtigen der Baronie streiten sich, wer für den erst siebenjährigen zweiten Sohn Galian, der nun Bogardins Erbe ist, bis zu dessen Volljährigkeit die Regentschaft übernehmen soll.

2427 nL

Nachdem der Aufruhr in Cambryg nicht wie erwartet mit dem Beginn der Prüfungszeit in sich zusammengefallen ist und auch erste Todesopfer zu beklagen sind, hat die Kirgh mit Einverständnis der Bürgerschaft, des Lairds Beorn und des Königs als Schutzherrn der Akademie eine Hundertschaft Krieger des Sonnenordens aus der zwei Tagesmärsche entfernten Burg Feagist herbeigerufen, die die Ordnung in der Stadt wiederhergestellt hat. Die Ordenskrieger haben ein dauerhaftes Lager am Stadtrand aufgeschlagen und werden ein paar Monate bleiben.

Baron Bogardin MacAelfin von Corrinis reist kurz vor Winteranbruch zum Aushandeln eines Handelsabkommens nach Palabrion. Auf der Rückreise wird sein Schiff von einem verfrühten Wintersturm überrascht und geht vor der den Melgarbergen vorgelagerten Küste unter. Dabei kommen der Baron und sein ältester Sohn und Erbe Rory ums Leben. Einstweilen gelten die beiden aber nur als verschollen.

2426 nL

Bei einem Reitunfall erleidet Königin Soredamor im 6. Schwangerschaftsmonat eine Fehlgeburt. Das frühgeborene Mädchen überlebt nur eine Stunde. Sie kann aber noch rechtzeitig von beiden Eltern angenommen werden und den Namen Forynel, d.h. Morgenstern, erhalten. Der Leichnam wird in der kleinen Gruft unter dem Weißen Turm in Beornanburgh beigesetzt, der sichersten Grablege in Alba, denn der Hofbarde Pellean hat an eine uralte Prophezeiung erinnert. Bisher konnte diese niemand deuten, aber sie ist nur allzu gut auf das Schicksal der königlichen Eltern gemünzt: "Von Kirgh und Thron der dritte Spross, gefallen aus vergold’tem Schoß, bringt Unheil über Albas Land, gerät er in die falsche Hand." Der alte Name Soredamor ist toquinischer Herkunft und bedeutet "durch Liebe vergoldet".

Das Akademiestädtchen Cambryg befindet sich in Aufruhr. Anfang des Jahres hat der erfahrene Barde Roander MacTuron vor Ort eine Bardenschule gegründet, um an dieser Stätte der Gelehrsamkeit auch Bardenwissen und Bardenkünste anzubieten. Da die Handvoll Schüler bei den Festen der anderen Studenten aufspielten, waren sie schnell ein fester Bestandteil des akademischen Lebens. Nach ein paar Monaten wurde die Bardenschule aber auf Betreiben der Kirgh wieder geschlossen, da die Priesterschaft eine solche für alle offene Lehrinstitution als Quelle von Wyccawissen und damit als eine Gefahr für den Frieden in Alba ansieht. Seit der Verdrängung der dûnathischen Druiden gibt es auf albischem Boden keine der Druidenschulen mehr, in denen einst - wie heute noch in Clanngadarn - auch Barden studierten. Die bardischen Künste konnten in Alba nur überleben, weil die Barden sich vom Druidentum distanzierten und die Ausbildung auf ein persönliches Lehrer-Schüler-Verhältnis umgestellten. So war sicher, dass altes Wissen auf ihren kleinen Kreis beschränkt blieb, und damit konnte die Kirgh leben. Die Studenten Cambrygs wollen sich mit der Schließung der Schule nicht abfinden und rebellieren. Ihnen gegenüber stehen die kirghtreuen Schüler des Kollegs der Sechs und die Bürger von Cambryg, die auf ihre Priester hören und nichts von dem "druidischen Hexenwissen der Bardenschule" wissen wollen. Es hat schon Straßenschlachten gegeben, bei denen auch Knüppel und Messer zum Einsatz kamen.

2425 nL

Die Zwerge des Pengannion berichten von einer deutlichen Zunahme der Orc-Bevölkerung in den Bergen an der Nordgrenze Albas. In Darncaer versichern sich König Beren und sein Onkel, der clanngadarnische Hochkönig, der gegenseitigen Unterstützung für den Fall eines neuen Orc-Sturms, der die jüngsten Ereignisse in der Umgebung von Thame wohl in den Schatten stellen würde.

2424 nL

Im Schlangenmond erblickt Aelina, die Tochter von Beren und Soredamor, das Licht der Welt.

2422 nL

Kurz vor dem Jahreswechsel wird Leofred, der Sohn von Beren und Soredamor in einer dunklen und stürmischen Nacht geboren.

2421 nL

König Beren erwählt im Wolfsmond bei einer als großes Fest angelegten Brautschau die ein Jahr jüngere Vanapriesterin Soredamor zu seiner Frau. Nachdem die zukünftige Königin von Priestern und Zauberern auf ihre Eignung untersucht worden ist, findet die albische Traumhochzeit zwei Monate später im Luchsmond statt. Die Trauung übernimmt Erzabt Osmond von Harkfast als ranghöchster Vertreter der albischen Kirgh, während Erzabt Cleremond von Prioresse auf einer seiner letzten Reisen in die Hauptstadt den Segen des Vraidos spendet.

Bei den Festlichkeiten in Beornanburgh, an denen alles, was in Alba Rang und Namen hat, teilnimmt, können sich die Gäste über die säuerlichen Mienen der beiden Lairds Beorn und Rathgar amüsieren, denen die Verbindung ihrer beiden Clans sichtlich nicht recht ist. Schließlich ist die neue Königin eine Großnichte von Ian MacRathgar. Dieser wehrt allerdings entsprechende Sticheleien mit dem Hinweis ab, dass die neue Königin sich ja für eagrel erklärt habe und mit der Annahme des Priesteramtes sowieso keine NiRathgar mehr sei - und Beren würde schon noch sehen, was er sich mit diesem Dickschädel eingehandelt hat, den noch nicht einmal er als Laird bändigen konnte …

An die prunkvolle Hochzeit schließen sich einwöchige Feiern mit Turnieren für die albische Ritterschaft und Spiele für das einfache Volk an, u.a. ein Raufballwettbewerb von Mannschaften der Stadtviertel.

2419 nL

Als ob der "grausige Orc-Sturm" den Nordwesten Albas nicht genug gebeutelt hätte, geraten einflussreiche Personen in Thame in das Visier eines Hexenzirkels, der zum Glück enttarnt und zerschlagen werden kann (s. "Das Grüne Sigill").

2418 nL

Orc-Horden aus dem Nebelgebirge fallen in das Gebiet nördlich von Thame ein und können erst nach verlustreichen Kämpfen wieder vertrieben werden (s. die Runenklingen - Trilogie).

2417 nL

Nachdem König Beren von seiner inneren Einkehr aus dem Kloster zurückgekehrt ist, übernimmt er im Frühjahr die Staatsgeschäfte von seinem Onkel Laird Angus, der sich auf den Stammsitz des Clans in Harkfast zurückzieht und sich hinfort nur noch selten in Beornanburgh sehen lässt.

2416 nL

König Beren kündigt an, sich ein letztes Mal für sechs Monate in ein Kloster zurückziehen zu wollen. Danach, so gelobt er, wird er mit dem Segen der Götter endgültig die Amtsgeschäfte übernehmen. Laird Angus will dann Beornanburgh verlassen und sich nach Harkfast, dem Stammsitz des Clans, zurückziehen.

Jahreswechsel 2415/16 nL

Bruder Nevan, auch als der "Hellseher von Prioresse" bekannt, hat eine Vision von selten eindringlicher Kraft: Drei große Gefahren drohen Alba, und sie kommen alle aus dem Norden - die Bestie aus der Wildnis, der tote Riese und der Schatten unter den Bergen. Der albische Klerus ist besorgt und würde am liebsten die Weiterverbreitung der Prophezeiung verhindern - vergeblich.

2415 nL

Auf Antrag der Lairds Rathgar und Ceata tritt der Hohe Rat Albas in der Abtei Moranmuir zusammen. Obwohl die Vorgänge während der Sitzungen streng geheim bleiben sollen, dringt an die Öffentlichkeit, dass es zu einem Eklat und einer heftigen und lautstarken Auseinandersetzung zwischen Ian MacRathgar und Angus MacBeorn gekommen ist. Der Laird Rathgar wollte eine Untersuchung einleiten mit dem Ziel, Beren die Eignung für die Königswürde abzuerkennen. Angus hat seinem Neffen noch einmal eine Galgenfrist verschaffen können.

2414 nL

Mittlerweile glauben nur noch wenige, dass Berens unverständliches Verhalten allein dem Machthunger des Schwarzen Angus zu verdanken ist. Schließlich müsste es auch im Interesse von Laird Angus liegen, dass der junge König sich eine Gemahlin nimmt und für Erben sorgt. Von einer bevorstehenden Hochzeit ist aber weit und breit nichts zu sehen. Interessierte Kreise verbreiten Gerüchte, Beren sei geistig oder körperlich nicht gesund und habe daher nicht das Recht, die Krone zu tragen - und sie finden immer mehr Gehör.

2414 nL

Dorenn NiBeorn ist nach einem mehrjährigen Studienaufenthalt in Diatrava nach Alba zurückgekehrt und hat sich in Cambryg niedergelassen. Gelegentlich sieht man sie auch in Harkfast, wo sie es tunlichst vermeidet, ihrem Onkel über den Weg zu laufen.

2412 nL

Die Hoffnungen aller, die mit der Politik des Schwarzen Angus unzufrieden waren, unter Beren würde sich alles zum Besseren wenden, sind enttäuscht worden. Seit seiner Machtübernahme tritt Beren noch seltener als vorher in der Öffentlichkeit auf. Alle wichtigen Staatsgeschäfte wie die Leitung der Sitzungen des Kronrats, den Empfang ausländischer Gesandtschaften oder den Vorsitz bei königlichen Gerichtstagen überlässt er weiterhin Laird Angus. Volk und Adel murren, dass der Alte nicht von der Macht lassen kann und der König zu schwach ist, sich ihm zu widersetzen.

2411 nL

Im Alter von 18 Jahren übernimmt König Beren MacBeorn offiziell die Amtsgeschäfte in Alba. Sein Onkel, Laird Angus MacBeorn, gibt das Amt des Reichsverwesers ab.

2410 nL

Dorenn NiBeorn, die Schwester des Königs, hat sich in einer Nacht- und Nebelaktion für eagrel erklärt und den Königshof verlassen. Man hat sie später in Fiorinde an Bord eines Schiffes gesehen, das Richtung Süden nach Chryseia und in die Küstenstaaten segelte. Angeblich wollte sie mit ihrer überstürzten Handlung der von Laird Angus arrangierten Vermählung mit ihrem zehn Jahre älteren Vetter Braeden entgehen. Braeden MacBeorn ist ein wackerer, aber etwas einfältiger Syre und Krieger, den der Schwarze Angus durch die Hochzeit wohl als möglichen Nachfolger des Königs positionieren wollte - nur für den Fall, dass Beren etwas zustößt.